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13. 8. - Vom Mückenhügel zum Künstlerhotel

13. 8. - Vom Mückenhügel zum Künstlerhotel
In Straumen

Wir haben auf dem weichen Heidehügel eine geruhsame Nacht; morgens hingegen regnet es und es ist kein Ende in Sicht. Wen das nicht interessiert: unsere geflügelten Freunde - die sind noch genauso hyperaktiv wie gestern abend.

Daher klemmen wir uns mal wieder das Frühstück, packen die Rucksäcke so gut es geht im geschlossenen Innenzelt zusammen, zerren dann alles nach draußen und bauen so zügig wir können das Zelt ab. Eigentlich wäre so viel Eile gar nicht nötig gewesen, da der Regen vom Zelt aus mal wieder übler klang, als er eigentlich ist, aber unsere kleinen Freunde sind ja auch nicht da und so setzen wir uns ohne weitere Verzögerung in Gang zurück ins Auto. Von der Landschaft umher ist nicht viel zu sehen; wir könnten auch im Fjell sein statt auf einer Halbinsel im Atlantik.

Das nasse Wetter soll uns den ganzen Tag über erhalten bleiben, also beschließen wir, in Trondheim ein Hotelzimmer zu buchen - es gibt ein sehr schönes Hotel in einem der Pfahlbauten direkt am Fluss, wo wir abends bei Regen sitzen und über das Wasser schauen können. 

Dafür bekommen wir am Fährhafen im Ytre Oppedal das erste Softeis der Reise. Wir bilden uns ein, dass die Fahrer in den Autos, die hinter uns warten, ein wenig fassungslos schauen, als wir mit dem Eis im strömenden Regen zurück zum Auto eilen.

In Kristiansand genehmigen wir uns ein Hot-Dog-Frühstück mit Kaffee an einer Tankstelle und machen uns dann auf den Weg. In Orkanger nutzen wir eine Regenpause für eine kleine Wanderung auf den Geitryggen, einen bewaldeten Höhenzug. Selbst dieser Spazierweg wird zum Schluss derart steil, dass wir an einem Tau den Hang hochkraxeln; zur Entschädigung gibt es massenhaft reife Himbeeren und von oben haben wir einen schönen Ausblick über das Tal. In Orkanger selbst machen wir noch einen kleinen Rundgang durch den Ort, bewundern den bemerkenswert an die DDR erinnernden Sportplatz samt Markierungen für Speerwurf & Co, machen ein paar Einkäufe und sind dann pünktlich zur Wiederkehr des Regens wieder am Auto. 

Über den Dächern von Trøndelag

Am frühen Abend dann stehen wir in Trondheim am Hotel - um festzustellen, dass ich das Zimmer für September gebucht habe! Aufgrund irgendeines Events ist auch gerade alles ausgebucht, so dass wir wohl oder übel noch ein Stück weiterfahren müssen. Das nächste Zimmer, das ich finde, liegt in Straumen, auf einer Halbinsel im Trondheimfjord. In einer alten Sägemühle unterhält dort eine Fotografin ein paar Fremdenzimmer; wir fühlen uns direkt wohl und zum Abendessen können wir zu Gasthaus Rodbrygga laufen, das auf der anderen Seite der Brücke direkt am Wasser liegt. Von der Brücke aus sehen wir auch deutlich die Strömungen und Verwirbelungen im Wasser, denen der Ort sicherlich seinen Namen verdankt.

Abendessen in der alten Scheune

Unter dem alten Gebälk essen wir leckere Fish & Chips und fallen danach sehr zeitig ins Bett.