16. 8. - auf Inselerkundung
Morgens auf dem Kvasstind ist es bedeckt, aber der Wetterbericht hat Wort gehalten und es ist über Nacht trocken geblieben, so dass ich die Sorge über nasse, schräge Granitfelsen von der Liste streichen kann. Wir frühstücken Brot mit Marmelade und machen uns dann an den Abstieg, der erstaunlich angenehm ist. Schnell stehen wir wieder auf dem Feldweg und marschieren den letzten Kilometer zum Auto.
Bevor wir die Gegend verlassen, will ich einmal auf die Helgelandsbrua gehen; die Brücke fasziniert mich, schon seit ich sie am ersten Abend vom Reinesaksla, später nachts dann auch schön beleuchtet, gesehen habe.


Helgelandsbrua
Heute nachmittag wollen wir nach auf die Insel Dønna übersetzen, dafür nehmen wir die Fähre von Søvik. Fahrplanmäßig ist zuerst ein Abstecher nach Austbø dran, so dass wir sogar noch zu einer kleinen Inselrundfahrt kommen.

Die Ortschaften sind winzig, wirken aber belebt und die Häuser gut in Schuss. Wovon leben die Menschen, die hier leben und tun sie es rund ums Jahr? Wir können uns vorstellen, wie einsam es hier wird, wenn der Schnee fällt und die Besucherströme erliegen.

Auf Dønna führt uns die Straße zunächst über zahllose kleine Brückchen, Buchten und Inselchen und da wir noch Zeit haben, machen wir noch eine kleine Rundfahrt über die Insel, machen Fotos und besichtigen eine Steinkirche aus dem 12. Jahrhundert. Der Dønnamannen, der höchste und imposanteste Berg der Insel, den Heiko gern gegangen wäre, hüllt sich in eine Regenwolke, so dass wir statt dessen auf dem Akvikfjellet übernachten, eine mit weniger als 300 Höhenmetern bescheidene keilförmige Anhöhe. Der Himmel hat sich stark bewölkt, es ist düster und hin und wieder werden wir von den Regenwolken des Dønnamannen angesprüht, aber das Wetter hält und wir können in Ruhe einen Zeltplatz suchen. Wir haben einen weiten Blick über die Inseln und können erneut beobachten, wie im Laufe des Abends die Lichter in den Häusern und Schiffen als kleine, helle Punkte erscheinen. Auch die Brücken scheinen von unten beleuchtet zu sein.




Auf dem Akvikfjellet
Da wir heute nicht so viel bergauf gehen mussten, gibt es zwei Dosen aus dem Fresspaket der Schwiegereltern zu essen, nämlich Thai-Curry und Schmorkohl, wohlgemerkt hintereinander. Beides schmeckt sehr gut und wir kriechen zufrieden in die Schlafsäcke.