Islandreise 2017

Islandreise 2017
Samstag, 2. 9. 17 - Anreise
Den ganzen Tag trabe ich unruhig durch die Wohnung. Wir gehen Packlisten durch und tragen Gepäckstücke von A nach B, deren Gewicht Heiko eifersüchtig überwacht. Um viertel nach sechs kommt Tom und bringt uns zum Flughafen. Während wir einsteigen, geht ein Platzregen nieder und Essen verabschiedet si…
Sonntag, 3. 9. 17 - Organisatorisches, Glymur, Borgarnes, Dreckscamping
Ich wache auf zu Flugzeugen und Möwenstimmen. Ein Blick aus dem Fenster offenbart weiße Vogelköpfe, die aus dem Lavafeld ragen und etwas entfernt auf der anderen Seite der Straße kann ich die Jets auf dem Rollfeld sehen. H. wünscht nicht gestört zu werden, also spaziere ich, aber viel zu spazieren
Montag, 4. 9. - Snaefellsnes-Regenrunde
Mit einem Zutrauen in den Wetterbericht, das in den folgenden Tagen rapide abnehmen wird, warten wir das für zehn Uhr angesagte Ende des Regens ab, das interessanterweise tatsächlich kommt. Nach einem frugalen Frühstück aus Schärenbrot mit Orangenmarmelade schaffen wir es tatsächlich, das Zelt abzub…
Dienstag, 5. 9. - Fischschützer, Berge & Täler
Nadelfeiner Regen wispert auf der Zeltplane, als ich aufwache, und ich stöhne leise. Als ich in der Dämmerung zum Pinkeln draußen war, hatte es noch so gut ausgesehen, nun hängen die Regenwolken wieder an den Berghängen. Als wir in einer Regenpause am Flussufer Chocopops frühstücken, hält ein Wagen…
Mittwoch, 6. 9. - Vatnsfjördur, Hellalaug, Patreksfjördur, Bildudalur, Haunted House
Als ich morgens aus dem Zelt spähe, hat der Wind nachgelassen, der Himmel spannt sich beinah wolkenlos über uns und das Sonnenlicht berührt gerade die westlichen Bergkämme. Nach der Anspannung der Nacht hält mich nichts mehr im Zelt, ich mache Bilder, spaziere ein Stück entlang der Straße, ersehne d…
Donnerstag, 7. 9. - Schwimmen, Pässe, Dynjandi, Skalavik
Der Tag beginnt unangenehm für H., der von starken Rückenschmerzen geplagt wird. Auch die Yogaeinheit vor malerischer Kulisse hilft wenig, aber von dem nahen Hot Pot gleich hinter Bildurdalur versprechen wir uns Linderung. Nicht wenig verwirrt sehen wir, als wir um die Kurve biegen, eine Frau auf de…
Freitag, 8. 9. - Fjordfahrt, Seehunde, Hörgshlid Hot Pot, Holmavik
Ich bin früh auf und nach einem Blick auf den pastellfarbenen Morgenhimmel und die ersten Sonnenstrahlen oben an den westlichen Berghängen hält mich nichts mehr im Zelt. Es ist immer noch eisig und ich packe mich gut ein für einen Spaziergang um Skalavik. Das Tal wirkt winzig und doch sind
Samstag, 9. 9. - Hochlandwanderung
Morgens ist es wieder trocken und wir können unser Frühstück sogar sitzend an einem Picknicktisch einnehmen. Der Himmel hängt tief, als wir die Westfjorde endgültig verlassen und uns, teils durch dicke Nebelschwaden, über die 68 nach Süden wenden. Von hier an wird uns nicht mehr auf Schritt und Trit…
Sonntag, 10. 9. - Schafabtrieb, Grettislaug, stormy Saudarkrokur, Akuyreyri
Morgens weckt uns der Regen und auch ein Blick aus dem Zelt stimmt nicht optimistisch: Das ganze Tal steckt in einer Regenwolke und wir schauen zu, dass wir Land gewinnen - um nur wenige Minuten später auf der 744 im Schafabtrieb stecken zu bleiben, das aber warm und trocken im
Montag, 11. 9. - Godafoss, Myvatn, Dimmuborgir, Bjarnarflag, Hverir, Dettifoss , Straße des Grauens, Lundur
Unter bedecktem Himmel machen wir uns auf Richtung Myvatn und treffen dabei zügig wieder auf die Ringstraße. Entsprechend voll ist es am ersten Halt, dem Godafoss, wo wir uns zwischen Busladungen von Menschen dem türkisblauen, über schwarze Felsen donnernden Wasser nähern. Um so beeindruckender, das…
Dienstag, 12. 9. - Hljodaklettar, Raudholar, Asbyrgi, Sandstrand, Raudinupur, Sturmnacht I
Morgens kein Regen, allerdings ist die Wäsche trotz Verfrachtens ins Küchenhaus nicht nennenswert getrocknet. Zum Glück hat Heiko direkt einen Plan B parat: Wir wollen ein Stück zurück nach Süden, um an den Hljodaklettar zu wandern. Auf dem Weg dahin dreht er die Heizung des Jeeps voll auf und wir
Mittwoch, 13. 9. - Sturmtag, Raufarhöfn, Arctic Henge, Raudanes, Selardalur, Vopnafjördur
Als wir mit der gebotenen Umsicht das Zelt abbauen, stürmt es noch immer gehörig und der Himmel ist bedeckt, aber der Regen hat aufgehört. Bei der Pinkelpause finde ich einen Vogelschädel, der als Souvenir mit nach Deutschland darf. In Raufarhöfn besuchen wir den nicht besonders aufregenden Arctic…
Donnerstag ,14. 9. - Hellisheidi, Fallwinde, Egilsstadir, Hengifoss, Laugafell, Karahnjukar-Stausee
Als wir unseren Porridge in ungewohntem Komfort am Picknicktisch verzehren, hat der Wind nachgelassen, auch wenn der Himmel weiterhin bedeckt ist und der Hellisheidi-Pass versteckt sich im Nebel. Auf der Straße den Hang hinauf öffnet sich der Blick ins Tal, bis wir endgültig in die Wolken eintauchen…
Freitag, 15. 9. - Ostfjorde, Holmaborg-Halbinsel, Calcit-Steinbruch, Vödlavik
Am nächsten Morgen ist der See ganz glatt und der Wind für isländische Verhältnisse verschwunden, auch das im übrigen entgegen des Wetterberichts. Auf den Bergen liegt frischer Schnee und an diesem bewölkten Morgen scheint die Landschaft als ganzes unmerklich über Nacht einen kleinen Schritt von grü…
Samstag, 16. 9. - Ostfjorde, Hvannagil
Der Morgen beginnt freundlich, wir machen in der Küche Frühstück und wärmen Wasser, mit dem wir uns mit Blick auf den Wasserfall hinterm Haus waschen. Auf dem angemessen langsamen Rückweg zum Pass fällt uns bald ein Auto auf, das recht hoch am Berg am Straßenrand steht - eindeutig zu sehr
Sonntag, 17. 9. - Höfn, Hoffellsjökull-Wanderung, Hoffells hot pot, Flaajökull
Am nächsten Morgen ist der Himmel blau und bevor wir das Zelt abbrechen, steige ich noch einmal den Weg zum Rand der Schlucht hoch und sehe zu, wie das Sonnenlicht langsam die bunten Geröllhänge hinabwandert. Der Gletscherfluss und das Meer glitzern, als wir der Ringstraße weiter Richtung Höfn folge…
Montag, 18. 9. - Heinabergsjökull, Höfn, Jökullsarlon, Campingplatz des Grauens
Als wir aufwachen, hat der Wetterbericht leider recht gehabt, es ist grau, nieselt und während ich vor dem Zelt stehe und auf den Gletscher schaue, schiebt sich eine Nebelwolke vor ihn - jawohl, auf Bodenhöhe! “So” ein Tag soll das heute also werden. Unverdrossen besichtigen wir auch die nächste G…
Dienstag, 19. 9. - Skaftafell, Kirkjubaerklaustur, Hochlandstraße, Holarskjol/Silfurfoss
Am nächsten Morgen sieht der Platz aus wie ein Schlachtfeld, immerhin hat aber der Regen etwas nachgelassen. Am Besucherzentrum des nahegelegenen Skaftafell Nationalparks versuche ich es ein letztes Mal bei Air Berlin, dann machen wir uns bei nur leichtem Regen auf den Rundweg “Sjonarnipa”. Den Hang…
Mittwoch, 20. 9. - Lava Centre, Supermarkt mit Dusche, Fossabrekkur, Sturmnacht II
An sich wollten wir heute die Weiterfahrt nach Landmannalaugar antreten, aber der nächtliche Regen hat die Flüsse so anschwellen lassen, dass an eine Querung erst recht nicht mehr zu denken ist, so dass es zurück richtung Ringstraße geht. Immerhin ist heute ein Museum in der Nähe, das Lava Centre in
Donnerstag, 21. 9. - Hekla, Landmannalaugar, Waldspaziergang, Die Maus
Am nächsten Morgen hat der Wind gedreht, das Flusstal ist lieblich und das Zelt beinah wieder getrocknet. Die Hekla ist bis weit die Hänge hinunter mit frischem Schnee bedeckt, auf dem Gipfel hängt dekorativ eine weiße Wolke und wir ahnen schon, dass diese Kombination einer Bergtour eher entgegenste…
Freitag, 22. 9. - Geysir, Kjölur road, Hveravellir, Waldcamping mit Nordlichtern
Als ich im Morgengrauen das erste Mal aus dem Zelt krieche, entdecke ich, was den nächtlichen Gast angezogen hat: Es war nicht der Müll, sondern mein Apfel. Fein säuberlich ist er um den Stiel herum angenagt und entsprechende Köttel finden sich auch: eine kleine Maus. Der Tag bricht grau, aber
Samstag, 23. 9. - Icewear, Geothermalkraftwerk Hellisheidi, Reykjavik, Rückflug
Der nächste Morgen dämmert grau und tendenziell regnerisch, so dass wir in einer Regenpause schnell das Zelt soweit möglich trocknen und uns Richtung Reykjavik begeben. Wir halten ein letztes Mal an einem BONUS sowie dem Icewear Outlet, wo ich mir zwei Jacken kaufen und da es gerade wirklich junge H…
Island - Fazit
Ich war lange unschlüssig, wie das Fazit zu dieser Reise aussehen soll und bin es heute, fast zwei Jahre später, immer noch. Zu einem großen Teil hat das auch damit zu tun, dass die Reise so lang und vielseitig war und einige Faktoren, wie drei Wochen am Stück in feuchtkaltem