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Donnerstag, 6. 6. - Loch Ness, Schleusentreppe, Fort William, Glen Nevis, Glen Coe, Loch Lomond

Donnerstag, 6. 6. - Loch Ness, Schleusentreppe, Fort William, Glen Nevis, Glen Coe, Loch Lomond
Glen Coe

Morgens regnet es wieder ausgiebig, aber es soll im Laufe des Tages besser werden und so wagen wir einen weiteren Abstecher in die Highlands. Dafür geht es zunächst am Loch Ness entlang nach Süden bis Fort Augustus, wo der Caledonian Canal nach einer Reihe von Schleusen in den Loch mündet. Wir schauen eine Weile dem Schleusen eines Bootes zu und machen uns dann dem Kanal entlang auf den Weg nach Fort William. Die Blicke aufs Wasser inspirieren Heiko und mich zu einer Kajakreise - vielleicht ja irgendwann!

In Fort William hat der Regen aufgehört und das Wetter ist stabil genug für einen kleinen Wanderausflug ins Glen Nevis in Richtung Steal Falls. Wir folgen einer gewundenen Straße ins Tal, das immer schmaler zwischen den bewaldeten Hängen daliegt. Nicht hoch über uns liegen Wolkenfetzen wie zum Greifen nahe und die höheren Gipfel sind völlig verdeckt. Am Parkplatz am Ende des Tals beginnt ein felsiger Wanderweg und es ist bald abzusehen, dass Rosa und Bärbel keine Lust mehr haben, so dass Heiko und ich alleine noch ein kleines Stück weitergehen, bis man am Ende des Tals den mächtigen Wasserfall sehen kann. Der Weg ist felsig, aber wunderschön und bietet tolle Blicke über den verwunschenen Wald. Er erfreut sich großer Beliebtheit, was man auch daran sieht, dass uns unter anderem zwei sehr unglücklich wirkende junge Frauen in hochhackigen Stiefeletten begegnen.

Blick ins Glen Nevis

Zurück am Meer unternehmen wir noch den erfolglosen Versuch, den Jacobite Steam Train beim Überfahren des Viadukts zu “erwischen” und wenden uns wieder nach Osten Richtung Glen Coe, wo nach einem kräftigen Schauer urplötzlich die Wolkendecke aufreißt und großartige Berg- und Hochlandpanoramen sichtbar werden. Von Wolkenschatten getupft liegen die Highlands und das Rannoch Moor hingebreitet vor uns.

Glen Coe

Am Loch Awe durchqueren wir dann malerische alte Laubwälder und werfen einen Blick auf Kilburn Castle, das auf einer Seeinsel liegt und gerade von einem Stand Up Paddler besucht wird. Kurz darauf stoßen wir auf den Loch Lomond und folgen ihm an der Westseite nach Süden. Mittlerweile strahlt die Sonne ungehindert vom Himmel und bringt den See mit seinen Inselchen und den urwaldartigen Hängen zum Leuchten. Über schmale Landstraßen führt uns die Route nun über Stirling, wo wir einen Blick auf William Wallaces Monument erhaschen, zurück nach Edinburgh, wo wir eine Ferienwohnung gemietet haben.

Die Wohnung ist sehr einfach gehalten, aber ausreichend. Zum Abendessen gibt es chinesisches takeaway, das diesmal sehr lecker ist; da unsere Reisegefährtinnen erschossen sind, holen Heiko und ich es ab und halten noch einen kurzen Schwatz mit dem chinesischen Inhaberpaar, die sich für Island interessieren und eine Busreise im November gebucht haben - war aber ein Schnäppchen.

Das Wetter ist noch schön und ich mache mit Heiko noch einen kleinen Abendspaziergang auf den Corstorphine Hill, bis unsere letzte Nacht in Schottland anbricht.