Sonntag, 1. 9. - Überfahrt nach Senja, Hochland, Anderdalen, Hamn
Am nächsten Morgen ist es ziemlich bewölkt, aber trocken. Heiko unternimmt einen Ausflug auf einen nahegelegenen Berg, wo er mit einem ortsansässigen Fischer sein Norwegisch ausprobieren kann, während wir anderen nochmal den Strand besuchen. Vor dem steinigen Ufer am Ferienhaus treiben lila und rotbraune Quallen in der Strömung.



Aussichten auf Sommarøy
Gegen halb elf verlassen wir die Unterkunft und halten auf dem Weg noch ein paarmal an - eilig haben wir es nicht, wir wollen nur die Zwölfuhrfähre auf die Insel Senja erwischen. Die ausgedehnten, schneeweißen Sandstrände rund um Sommaroy mit dem türkis leuchtenden Wasser sind beeindruckend.
Am Fähranleger reihen wir uns ein und warten noch eine Dreiviertelstunde, bis das alte Fährschiff langsam um die Ecke getuckert kommt. Die Überfahrt dauert 45 Minuten, genug Zeit, um uns Waffeln und Kaffee einzuverleiben und dann von Deck aus zuzuschauen, wie Senjas Küste langsam näher kommt.



Der Fährhafen in Brensholmen und die Fähre nach Senja
Auf Senja halten wir uns eine lange Zeit entlang der Küste nach Süden und biegen kurz vor Finnsnes ins Landesinnere ab. Die Straße führt in langen Geraden durch birkenbestandene Ebenen mit kleinen Seen und vielen Wasserläufen und führt uns langsam höher. Auf der Passhöhe gibt es keine Bäume mehr, nur noch Moos und niedrige Beerenheide. Kurz kommt die Sonne raus und taucht alles in ein herbstlich anmutendes Licht.




Hinter einem Tunnel geht es in steilen Serpentinen und von Wasserfällen begleitet wieder runter zum Fjord. Wir folgen der Küstenstraße bis nach Flakstadvåg, wo die Straße am Hafen endet. Mittlerweile ist das Wetter sonnig und sehr mild und wir machen noch einen kleinen Spaziergang der Küste entlang zu einer Bachmündung.




Flakstadvag
Als wir zurück am Auto sind, ist es schon später Nachmittag und wir haben noch eine Stunde Fahrt zu unserer Unterkunft in Hamn vor uns. Dort machen Bärbel, Barbara und Heiko noch einen Kurzausflug zum nahegelegenen Sukkertoppen und ersteigen ihn ein kleines Stück; leider ist es hier immer noch ziemlich bewölkt. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang verziehen sich die Wolken jedoch und die Küstenlandschaft zeigt sich in wunderschönen, warmen Farben.
Das Abendessen lässt diesmal nichts zu wünschen übrig, denn wir nehmen es im Restaurant zu uns und fallen hinterher, nach einem kurzen Spaziergang zum Wasser, in die Betten.




Hamn i Senja
