Sonntag, 17. 9. - Höfn, Hoffellsjökull-Wanderung, Hoffells hot pot, Flaajökull
Am nächsten Morgen ist der Himmel blau und bevor wir das Zelt abbrechen, steige ich noch einmal den Weg zum Rand der Schlucht hoch und sehe zu, wie das Sonnenlicht langsam die bunten Geröllhänge hinabwandert. Der Gletscherfluss und das Meer glitzern, als wir der Ringstraße weiter Richtung Höfn folgen. Nach einem kurzen Spaziergang zum Fremstifoss suchen wir die tourist info Höfn auf, werfen einen Blick auf die dortige Ausstellung, von der mir rein gar nichts im Gedächtnis ist, und lassen uns einige Wanderstrecken an den nahen Gletscherzungen vorschlagen. Schon der erste Abzweig, der Hoffellsjökull, ist ein Treffer. An der Gletscherzunge parken wir und unternehmen einen Rundweg über den Gleitafellsbjörg, einen mit Gesträuch und Heide bewachsenen Felskamm, von dem aus man auf den Gletscher hinunterblicken kann, der wie ein breiter eisiger Fluss vor uns ausgebreitet liegt. Es ist sommerlich warm. Auf dem höchsten Punkt führt der Weg vom Gletscher weg in ein Seitental, vorbei an sumpfigen, wollgrasbestandenen Wiesen auf einem abenteuerlichen jeep trail zurück ins Tal. Mittlerweile passe ich auf die Wegmarkierungen auf wie ein Schießhund und prompt bleibt uns der Weg bis zum Schluss erhalten.



Auf dem Rückweg geht es vorbei an den hot pots, die uns schon auf dem Hinweg aufgefallen waren und die jetzt angenehm leer sind. Mittlerweile bin ich an die Kälte so gewöhnt, dass es mich bei den milden Temperaturen selbst im Bikini kaum friert und ich über die frisch angekommen Touristen, die vor Kälte schlottern, insgeheim grinsen muss.
Nach ein bisschen Quatschen, in die Sonne blinzeln und Entspannen im heißen Wasser ist es auch schon Nachmittag, so dass wir nach einem Besuch am benachbarten Svinafellsjökull, der jetzt auch nicht so viel anders aussieht, auf einer der nahen Wiesen Nachtquartier aufschlagen. Leider soll es mit dem guten Wetter morgen vorbei sein.
