Dienstag, 16. 8. - Städtereisen
Als wir morgens aufstehen, ist der Frühstückstisch für uns auf der Terrasse gedeckt - im Hotel findet eine Tagung statt und anscheinend sind wir die einzigen anderen Gäste. Es gibt reichlich Auswahl und wir lassen es uns schmecken.



Der Wetterbericht ist für heute leider immer noch eher unschön mit reichlich Unwetter- und Hochwasserwarnungen. Besser soll es nur nord- oder deutlich südwärts werden und Freitagmittag müssen wir die Fähre in Oslo erwischen, also entscheiden wir uns für südwärts und peilen Haugesund an.
Nördlich von Bergen sitzen wir im Salon einer sehr leeren Fjordfähre und schauen durch die Panoramafenster, an denen das Wasser wie aus Eimern herabströmt. Aber wir haben Kaffee!
Kurz vor Bergen halten wir noch bei der Hillesvag Wollfabrik an; ich kaufe zwei Farben für ein neues Riesentuch in grau und staubigtürkis und Sockenwolle für Heiko, denn er hat seine bisherigen Paare gleichmäßig dünngelatscht.
Von der Fahrt gibt es ansonsten wenig zu berichten, es schifft die meiste Zeit ordentlich und so halten wir wenig an und die Sicht ist ebenfalls sehr eingeschränkt. Wir hören Musik und entspannen.
Gegen sechs kommen wir dann in Haugesund an, wo wir ein Zimmer im Banken Hotell nehmen, ein sehr eigentümliches Gebäude mit viel Charakter. Zum Bdeispiel gibt es im Bad eine Extratür, von der wir nicht wissen, wo sie hinführt und die man zwar von innen verriegeln kann, dennoch kann ich nicht umhin, mir vorzustellen, dass während meiner Dusche plötzlich die Tür aufgeht.
Auf dem Stadtbummel durch die Innenstadt und den Hafen bei trübem Wetter treffen wir eine gefühlte Million Kreuzfahrttouristen und das scheint hier nicht die Seltenheit zu sein; dementsprechend gibt es auch auf der Einkaufsmeile keine Sportläden, sondern Klamottengeschäfte und Imbisse.

Wir laufen eine ganze Weile herum, wandern über die hohe Brücke auf die andere Seite des Hafens und durch die Altstadt und genehmigen uns dann am Wasser eine Pizza mit 2 Sorten spanischer Salami - sie ist arschteuer, aber sie schmeckt uns richtig gut. Danach gibt es noch ein Softeis in der Fußgängerzone und wir ziehen uns ins Hotelzimmer zurück.
Dort gibt es dann noch ein kleines Telefondrama: Mein Handy, das eh schon immer wieder mal Abstürze produzierte und dann eine halbe Stunde brauchte, bis ich es wieder einschalten konnte, glänzte diesmal mit einem screen auf Chinesisch, der auf eine Eingabe meinerseits wartete. Die Sache endete mit einem factory reset und großer Angst um die Bilder und audiologs, zum Glück war der Teil der Daten aber noch vorhanden - auch wenn es von diesem Tag trotzdem nicht viele Bilder gibt!