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Norwegen 2022 - Wandern mit Wetter

Norwegen 2022 - Wandern mit Wetter
Über dem Gloppefjord

Jedesmal, wenn uns jemand fragt, wo es im Sommer hingehen soll, ist die Antwort nach kurzem Zögern: wieder nach Norwegen! Nicht, weil wir dort etwa bestimmtes geplant hätten, sondern genau im Gegenteil, die Abwesenheit jeglicher Vorausplanung (mal wieder) ist es, die uns dort hinzieht. Es gibt immer noch so vieles, was wir noch nicht gemacht und gesehen haben, gleichzeitig können wir uns auf die Erfahrungen und Kenntnisse der Vorjahre stützen und wissen, dass wir dank ut.no jederzeit eine schöne Tageswanderung aus dem Hut ziehen können.

Planungsbedingt ist es diesmal ausnahmsweise nicht Corona, das uns einen Strich durch die Rechnung macht, sondern die Tatsache, dass ich als Hauptplanungsbeauftragte eine anstrengende erste Jahreshälfte hatte, die mir wenig Kopfraum für Urlaubsgedanken gelassen hat.

Gerade so kriegen wir es hin, vor dem Urlaub noch zwei neue Daunenschlafsäcke auszuwählen und zu bestellen sowie ein paar neue Klamotten, unter anderem mein bald heißgeliebtes dünnes Merinoshirt und eine Fleecejacke. Einen neuen Rucksack, einen Gregory Maven 65l, hatte ich schon im Vorherbst als Schnäppchen angeschafft in der Hoffnung auf besseren Sitz und mehr Platz.

Vom letzten Norwegenurlaub habe ich ein irgendwie unbefriedigendes Gefühl zurückbehalten und so kommt es, dass sich Urlaubsvorfreude bei mir erst einstellt, als nur noch wenige Tage bis zur Abreise bleiben.

Dementsprechend sind die Erwartungen niedrig gehalten: wandern, zelten, Berge.

Sonntag, 8. 7. – Fahren, fahren, fahren
Die Katamaranfähre von Sassnitz nach Ystad haben wir erst wenige Wochen vorher gebucht, es wird wieder die frühe Überfahrt mit Start um 8 Uhr. Am Donnerstagabend bereits trudeln wir bei Heikos Eltern ein und verbringen dort noch ein paar Tage mit ihnen, Stefanie und Valerian. Ich mache am Freitag einen
Montag, 9. 8. - Welcome back to Engerdal
In der Nacht bin ich viel wach, denn es fängt überraschend an, relativ ausdauernd zu regnen und ich mache erst zu spät das Außenzelt zu mit dem Ergebnis, dass einige Beutel nass werden - wie so Anfänger! Aber da wir nicht weit vom Auto weg sind, ist das unbedenklich. Dafür
Dienstag, 10. 8. 22 - Hinter dem Wasserfall oder: Lerne deine Umgebung kennen
Der Morgen kommt mit eigenartigem Licht; zu Sonnenaufgang ist es noch klar, um sich dann in den Stunden darauf zuzuziehen, bis mir um acht die Idee kommt, mal den Regenradar zu überprüfen. Ab da geraten wir in Bewegung, denn Regen ist angesagt. Die Berglandschaft hat ihr Gesicht verändert, alles ist
Mittwoch, 11. 8. 22 - Gipfeldinge 2.0 und der ebenste Berg seit Menschengedenken
Der Wetterbericht war regenmäßig mal wieder ein bisschen zu optimistisch; was nur als kleiner Schauer angekündigt war, beschäftigt uns die ganze Nacht und sorgt, gepaart mit Windböen, für eine beträchtliche Lautstärke im Zelt. Jede Stunde bin ich wach und stelle fest, dass es noch immer regnet; zwischendurch lese ich (“Die
Donnerstag, 11. 8. - Verborgene Wasserfälle und Softeis am Fährhafen
Morgens ist der Wind zurück, es ist ein bisschen grau und allgemein etwas ungemütlich und da auch keine allzu lange Wanderung zum Auto vor uns liegt, brechen wir wieder einmal ohne Frühstück auf. Irgendwo unterwegs werden wir schon einen Kaffee finden! Der erste Supermarkt in Atnbru hat hier nichts zu
Freitag, 13. 8. - der Regenberg
Die Dusche hat gutgetan und nach dem Frühstück sind wir schnell in Alesund, wo wir überraschenderweise einen zentralen Parkplatz bekommen und es insgesamt ganz schön ausgestorben ist. Wir schlendern durch die Innenstadt, erklettern einen Aussichtshügel und tun uns in der Fußgängerzone um, wo wir jeder noch ein norwegisches Merinoshirt kaufen
Samstag, 13. 8. - vom Volksfest zum Sognefjord
Als wir morgens aufwachen, regnet es nicht; dafür haben wir Besuch von ein paar Schafen, die, mit den Glocken bimmelnd, in der Nähe des Zeltes grasen. Wir frühstücken und trödeln etwas herum in der Hoffnung, dass das Wetter noch etwas weiter aufreißt, aber es bleibt bewölkt. Immer noch hängen vereinzelte
Sonntag, 14. 8. - Der steilste Tunnel der Welt
Es war eine kalte Nacht und am Zelt haftet reichlich Kondenswasser, dafür werden wir von strahlendem Sonnenschein geweckt - unser erster sonniger Morgen auf dieser Reise! Wir genießen die Sonnenstrahlen in vollen Zügen, durchstreifen die Gegend ums Zelt, finden ein paar noch ziemlich unreife Moltebeeren und machen uns Porridge und
Montag, 15. 8. - Viel Wasser und abenteuerliche Straßen
Es nieselt nachts und morgens setzt wie angekündigt etwas stärkerer Regen ein, aber als wir mit Frühstück und Kaffee fertig sind, macht er eine Pause. Wir ziehen dennoch direkt die Regenhüllen über die Rucksäcke, als wir uns bei sehr dramatischer Aussicht und godrays über den Hurrungane-Bergen auf den Weg machen.
Dienstag, 16. 8. - Städtereisen
Als wir morgens aufstehen, ist der Frühstückstisch für uns auf der Terrasse gedeckt - im Hotel findet eine Tagung statt und anscheinend sind wir die einzigen anderen Gäste. Es gibt reichlich Auswahl und wir lassen es uns schmecken. Der Wetterbericht ist für heute leider immer noch eher unschön mit reichlich
Mittwoch, 17. 8. - Am Gletscherparadies
Wir haben gut geschlafen und finalisieren beim Frühstück die Pläne für den Tag - wir haben noch zwei Übernachtungen, die wir irgendwo zwischen hier und Oslo verbringen können, wo auch immer sich ein gutes Wetterfenster bietet. Darunter ist Odda und wir sind sofort überzeugt. Am Folgefonna hat es uns vor
17. und 18. 8. - von Odda nach Oslo & Heimreise
Am Morgen haben sich die Wolken wieder verzogen und es gibt wunderschönes Morgenlicht. Es gibt Kaffee und Porridge mit in der Nähe wachsenden Heidelbeeren, dann packen wir zum letzten Mal auf dieser Reise unser Zelt zusammen. Wir haben zwar noch eine Nacht in Norwegen, aber die werden wir in einem