Norwegen 2023: Gletscher und Flüsse - Troms, Lyngen & Co
Es hat fast schon Tradition: vier Wochen vor der Abreise ist über den geplanten Urlaub noch gar nichts klar, nicht einmal das Datum. Heiko ist zwar nicht fest angestellt und flexibel, dafür habe ich zu Mitte Juli meinen Job gekündigt und weiß nicht einmal, ob ich diesen Sommer überhaupt Urlaub nehmen kann.
Von meiner Kollegin kommt dann der brilliante Hinweis, dass mein Krankenversicherungsschutz nachwirkt, so dass ich auch mal einen halben Monat “between jobs” sein kann und in dieser Zeit könnte man doch hervorragend wegfahren. So wird der geplante Urlaubszeitraum Mitte August spontan ein paar Wochen vorverlegt.
Die nächste Frage ist dann, wohin genau, denn in diesem Jahr haben wir kein Auto zur Verfügung. Dementsprechend müsste es noch nicht einmal Norwegen sein, allerdings zündet so richtig auch nichts anderes. Es dauert eine Weile, doch dann verfängt die Idee, wieder einmal per Flug und Mietwagen den hohen Norden zu besuchen. Sogar Direktflüge nach Tromsø gibt es und alles passt zusammen. Ich erinnere mich an ein Gespräch auf einem Berggipfel auf Senja vor vier Jahren, da schwärmte eine Frau von den “Lyngen Alps”, eine Gegend nordöstlich von Tromsø mit hohen Bergen, Gletschern und wilden, tief eingeschnittenen Bergtälern. Ich lese also in den nächsten Tagen und Wochen viel über Lyngen und die Vorfreude ist direkt groß. Gleichzeitig fühle ich mich, wohl auch durch den anstehenden Jobwechsel, merkwürdig entwurzelt und die Aussicht auf einsame Nächte in den Bergen löst eine gewisse Angst in mir aus.
Der Wetterbericht hingegen sagt erstmal für die erste Woche hauptsächlich Scheißwetter voraus…










